Laminierfolie


Um wichtige Dokumente vor äußeren Einflüssen zu schützen, werden diese oft laminiert. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, bei welchem das Papier mit einer dünnen Folienschicht verbunden wird, um es wasserdicht und schmutzabweisend zu versiegeln. Es gibt verschiedene Methoden, um zu laminieren, und diesen Methoden entsprechend auch verschiedene Arten von Laminierfolie.


Zum einen gibt es die Heißlamination; dabei ist die Folie mit einem Kleber beschichtet, der erst bei Einwirkung von Hitze reagiert. Der Kleber wird verflüssigt und verbindet sich mit dem zu laminierenden Papier. Bei der Kaltlamination hingegen ist die Folie mit einem Kleber beschichtet, der auch ohne Hitze reagiert und sich bereits bei Zimmertemperatur mit dem Papier verbindet. Unterschieden werden zudem auch die Taschenlamination und die Rollenlamination. Bei der Taschenlamination ist die Folie bereits in eine Taschenform gebracht, die an einer Seite verschlossen ist; das Dokument muss nur eingeschoben werden und kann dadurch nicht so leicht verrutschen. Bei der Rollenlamination, die auch in der Funktionsweise etwas anders ist als die Taschenlamination, wird das Papier nicht in eine Tasche geschoben, sondern die Folie ist auf eine Rolle aufgewickelt und wird über das Papier gezogen.

Laminierfolie in Taschenform gibt es in den üblichen Formaten der DIN-Norm, aber auch in Sonderformaten für verschiedene Ausweisformate. Es gibt sowohl Taschen für die Heißlamination als auch für Kaltlamination. Bei der Kaltlamination kann das Laminieren auch ohne spezielles Gerät vorgenommen werden, da eine Erwärmung nicht nötig ist, allerdings sollte man ab einem Format von DIN-A4 auf ein Gerät nicht mehr verzichten, da das Ergebnis sonst meist nicht mehr gut wird.

Die Laminierfolie, welche auf eine Rolle aufgewickelt wurde, gibt es nicht in vorgefertigten Formaten, sondern nur in entsprechenden Breiten. Eine DIN-A3-Rolle beispielsweise hat eine Breite von 305 mm, die Länge kann hingegen 30 m oder auch 150 m betragen. So können mit einer Rolle viele Dokumente laminiert werden, die Enden werden einfach abgeschnitten. Auch bei den Laminierfolien-Rollen gibt es Folien für die Kalt- und für die Heißlamination.

Sowohl bei den Laminierfolien in Taschenform als auch bei denen von der Rolle gibt es verschiedene Ausführungen und Qualitätsstufen. So variiert die Dicke der Folien zwischen 80 µm und 250 µm, bezogen auf eine Folienhälfte. Die Ausführungen können glänzend und klar, aber auch matt, farbig oder selbstklebend sein. Außerdem gibt es Laminierfolien, die speziell für Fotodrucke hergestellt werden; diese schützen das Foto nicht nur vor Wasser und Schmutz, sondern auch vor UV-Strahlung und bewahrt die Bilder damit vor dem Ausbleichen. Durch die zahlreichen verschiedenen Formen und Ausführungen kann man also je nach Bedarf immer die richtige Laminierfolie finden, ob für zu Hause, im Büro oder im professionellen Bereich.

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